Aussen-Thermografie VERSUS Innen-Thermografie

Hier erfahren Sie mehr über die idealen Aufnahmebedingungen

Aussen-Thermografie (Sichtbarmachen von Wärmebrücken und Wärmeabflüssen)

Aussen-Thermografie (Sichtbarmachen von Wärmebrücken und Wärmeabflüssen)

Mit der Aussen-Thermografie können in aller Regel Wärmebrücken und Wärmeabflüsse aus dem Gebäude sichtbargemacht werden.

Ideale Aufnahmebedingungen für Aussenthermografie

  • Aussentemperaturen zwischen 0 °C und + 6 °C
  • Keine Sonneneinstrahlung / Tageslicht
  • Geschlossene Wolkendecke mindestens 24 Stunden vor und während den Aufnahmen
  • Aufnahmen kurz vor einsetzendem Regen
  • Hochnebel ca. 2 - 3 Tage (Tag und Nacht) vor und während den Aufnahmen
  • Aufnahmen zwischen 02.00 Uhr und 06.00 Uhr
  • Gleichmässig aufgeheizte Liegenschaft während ca. 3 Tagen
  • Innentemperatur gleichmässig bei ca. 20 °C
  • Keine Nachtabsenkung am Abend vor den Thermografieaufnahmen
  • Temperaturgefälle zwischen innen und aussen von min. 15 °C

Hinweise zur Aussen-Thermografie:

Bei Aussenhüllen mit einer Hinterlüftungsebene (z. B. Aussenbekleidung mit hinterlüfteter Holzschalung) wird die allfällig austretende warme Innenluft in dieser Zwischenebene abgekühlt, so dass die möglichen Schwachstellen weniger auffällig erscheinen. Derselbe Umstand kommt auch bei Steildachflächen welche ebenfalls eine Unterlüftungsebene haben zum Tragen.

Eine Aussage über mögliche Undichtigkeiten und derer genauen Lage kann daher in aller Regel bei hinter-lüfteten Fassaden und der Dachfläche nicht gemacht werden.

Manchmal sind Undichtigkeiten als wolkige Flächen im Bereich der Hinterlüftungsebene zu erkennen. Dabei kann es schwierig werden die genaue Lage der undichten Stelle von aussen zu bestimmen. In solchen Fällen kann nur mittels einer Innenthermografie und gleichzeitiger Erzeugung eines Unterdrucks die genaue Lage der Leckstellen bestimmt werden.Eine Aussage über die Dämmfähigkeit bei Flachdächern kann von aussen nicht getroffen werden, da die Dachflächen mit einem Kiesbelag meist Wasser enthalten und dieses sich an die Aussentemperatur angleicht. Eine Aussage kann daher nur mittels einer Innenthermografie, bei Decken ohne Decken-Heizleitungen, getroffen werden. 

Innen-Thermografie ohne und mit einem Unterdruck (Sichtbarmachen von Luftundichtigkeiten)

Innen-Thermografie ohne und mit einem Unterdruck (Sichtbarmachen von Luftundichtigkeiten)

Als Variante zu Aussen-Thermografieaufnahmen und zur Bestimmung von Luftundichtigkeiten empfehlen wir eine Innenthermografie, ohne und mit einem Unterdruck von min. ca. 25 Pa bis 50 Pa.

Ideale Aufnahmebedingungen für Innenthermografie, ohne und mit einem Unterdruck

  • Aussentemperaturen zwischen – 20 °C und + 6 °C
  • Keine Sonneneinstrahlung auf die Fenster / Glasscheiben
  • Tiefe Tageshöchsttemperaturen 2 - 3 Tage vor den Aufnahmen
  • Aufnahmen zwischen 06.00 Uhr und 09.00 Uhr (bei bedeckter Witterung oder Schneefall auch tagsüber möglich
  • Gleichmässig aufgeheizte Liegenschaft während ca. 3 Tagen
  • Innentemperatur gleichmässig bei ca. 20 °C
  • Keine Nachtabsenkung am Abend vor den Thermografieaufnahmen
  • Temperaturgefälle zwischen innen und aussen von min. 15 °C

Hinweise zur Innen-Thermografie ohne und mit Unterdruck

Um Luftundichtigkeiten eindeutig nachweisen zu können müssen Aufnahmen ohne und mit Unterdruck von denselben Bauteiloberflächen erstellt werden. Durch das erzeugen eines Unterdrucks wird die kühlere Aussenluft bei den möglichen Leckstellen durch die Konstruktion hinein gesogen. Dabei wird lokal die Innenwand/Dach Oberfläche bei diesen Leckstellen stärker abgekühlt und kann so mittels einer Thermografie bestens erkannt und dokumentiert werden.

Die Aschenrückstände sind im Cheminee / Holzofen, vor den Thermo-Aufnahmen mit Unterdruck, zu entfernen.

Normalbild zu den Thermogrammen
Thermogramm ohne Unterdruck
Thermogramm mit Unterdruck